Staubsaugerrobotor Roomba und Wischroboter Braava im Husky-Haushalt

Mittlerweile gibt es ja die ein oder anderen Freunde und Arbeitskollegen, die bereits einen Saugrobotor besitzen und man hört auch immer mehr positive Erfahrungen. Ich war bisher immer skeptisch, da in unserem Husky-Haushalt wirklich viele Haare, viel Staub und Dreck anfällt. Vor allem in der kalten Jahreszeit, wenn zu dem Regen und dem Matsch der jährliche Herbst-Fellwechsel stattfindet. Man ist also gefühlt permanent am Wischen und vor allem am Staubsaugen. 

Unser Einsatzbereich – das Terrain

Vielleicht kurz zum Einsatzbereich der Robotor bzw. ein paar Daten zu unserer Wohnung: Wir haben fast überall Fliesen, außer in einem Raum. Dort ist Vinyl verlegt. Es handelt sich um rund 70qm Fläche, die regelmäßig gereinigt werden muss. Dazu kommt alle paar Monate auch der geflieste Keller. Unsere Hunde können über Terrassentüren in den Garten und bringen so von allen Seiten Dreck, Staub und Erde herein, wenn wir nicht schnell genug sind mit dem Pfoten abputzen. 😉  Wir haben viele Möbel Marke ‚Eigenbau‘ aber auch einiges aus einem großen, schwedischen Möbelhaus und auch die geliebten alten Möbel von der Oma. Die Möbel aus dem besagten Möbelhaus und die Möbel Marke ‚Eigenbau‘ sind hoch genug für Roobma und Braava, aber die Möbel von der Oma leider nicht. Dort gibt es so schöne, geschwungene Kanten. Man sollte das vorher auf jeden Fall einmal ausmessen, denn der Robotor soll ja in Zukunft ganz alleine arbeiten können und nicht überall feststecken und piepsen. 

Die Teppich-Frage

Teppiche haben wir aufgegeben, nachdem der zweite Hund eingezogen ist. Das hat vorne und hinten nicht mehr funktioniert. Was wir aber haben sind Schmutzfangmatten oder ‚Sauberlaufmatten‚ wie sie auch gerne in Hoteleingängen liegen. Die haben wir an jedem Ausgang liegen. Sie können problemlos (sofern sie nicht zu groß bestellt werden) in der Waschmaschine bei 30 Grad gewaschen werden.

Anfang des Jahres haben wir uns dann zunächst einmal einen neuen Bodenstaubsauger zugelegt. Denn eines kann ich nun nach einem halben Jahr Robotorunterstützung sagen: Treppenhäuser oder alte Möbel, die zu niedrig für den Robotorschwarm sind, müssen ab und zu dann doch noch von Hand gereinigt werden. Und auch die Couch können die Saugrobotor nicht erreichen.

Zuvor haben wir sämtliche Foren durchwühlt und andere Mehrhundehalter befragt. Es wurde dann der
Zoo’o ProAnimal-Staubsauger von Bosch und zwar mit dem ‚Animal 360‘ Paket. Ich habe es mal direkt hier verlinkt. Außerdem habe ich die passenden Beutel und die HEPA-Filter verlinkt.

Ich möchte hier nicht im Detail auf den Bosch-Staubsauger eingehen. Nur so viel: er ist sein Geld absolut wert und wir sind sehr zufrieden. Der Staubsauger ( vor allem der spezielle Tierhaaraufsatz ) leistet gute Dienste. Die Saugkraft ist enorm. Bei unsere Schmutzfangmatten müssen wir auf kleinerer Stufe saugen, da diese sonst abheben und am Sauger hängen bleiben. Der Tierhaaraufsatz hat spezielle Walzen und Bürsten, die aus mir unerklärlichen Gründen kaum verstopfen. Auch in Fellwechsel-Zeiten. Kurzflorige Teppiche, also unsere Schmutzfangmatten bekommen wir so sehr gut sauber.

Vielleicht mache ich zu gegebener Zeit ein detaillierten Bericht über diesen Sauger. Das werde ich dann an dieser Stelle nachpflegen. Für den Moment soll das ausreichen.

iRoboots Roomba und Braava ziehen ein

Wir haben lange überlegt, denn die Modelle sind sehr unterschiedlich vor allem im Preis. Das war uns wichtig: Der Staubsaugerrobotor muss in der Lage sein sich selbst wieder aufzuladen und ggf. später mit der Reinigung fortfahren. Die Bürsten müssen große Mengen an Haaren aufsammeln können, ohne gleich zu verstopfen. Der Robotor soll Abgründe erkennen können und wir wollen ihn mit einer App fernsteuern können. 

Beim Wischroboter waren wir nicht so wählerisch, weil es dort bisher auch nicht soviel Auswahl gibt. Warum wollen wir auch einen Wischrobotor? Ganz einfach: Weil wir sehr häufig wischen und uns die Zeit dafür zu schade ist. Und weil es geht! 🙂

Reinigungsaufwand Saugrobotor Roomba

Man sieht es auf den Bildern vielleicht ganz schön. Beim Roomba 960 ist der Auffangbehälter für unsere Verhältnisse schon relativ klein und muss  nach jedem Reinigungslauf (bei 70qm und zwei Huskies) jedes Mal geleert werden. Aber ganz fasziniert bin ich nach wie vor von der Art wie der Roomba die Haare in den Behälter ‚faltet‘. Diese können so ganz einfach entnommen werden.

Die Laufrollen sehen einmal die Woche bei uns so aus wie auf den Bildern zu sehen. Diese müssen dann einmal herausgenommen werden und von den Haaren befreit werden. Das geht ganz einfach und wird auch toll in dem iRobot-Hilfevideo verlinkt. (Den Link dazu findet man in der App.)

Die Außenbürste, die auch unter runde Möbelfüße kommt um die Haare dort einzusammeln ist nicht so häufig betroffen. Alle zwei Wochen reinigen wir diese Bürste. Die Walzen auf dem rechten Bild reinigen wir einmal die Woche.

Nach einem halben Jahr sieht unser Roomba bis auf ein paar Macken, weil er unter einem Alufensterrahmen hängen geblieben ist, noch recht gut aus. Die weichen Walzen haben auch ein paar Macken abbekommen, weil meine langen Haare sich so eng um die Walzen geschlungen haben und diese eingedrückt haben. Das ist nicht durch die ganzen Tierhaare passiert. Aber man kann die Walzen und auch die Bürsten als Ersatzteile bekommen. 

Reinigung / Nutzung iRobot Braava

Wenn man den Braava mit einem Reiniger verwenden möchte, sollte man ein Reinigungsmittel wählen welches nicht schäumt. Man gibt den Reiniger inklusive dem Wasser in den kleinen Tank. Zum Wischen werden die blauen Microfastertücher empfohlen und für die ‚Fege-Funktion‘ die weißen Tücher. Man sollte beim Wischen das blaue Tuch anfeuchten, damit die Reinigungsfunktion von Anfang an gegeben ist. Näheres steht aber auch in der Anleitung. 

Ich habe mal ein kleines Video vorbereitet. Hier sieht man allerdings nicht die Wisch-Funktion, sondern die Fege-Funktion, die etwas schneller ist. Sie funktioniert natürlich auch mit dem Wisch-Aufsatz:

Fazit Saugroboter Roomba 960

Ein tolles Gerät, welches uns sehr viel Arbeit abnimmt. Der Roomba läuft alle zwei Tage (im Fellwechsel auch jeden Tag) und ab und zu setzen wir ihn in den Keller. Er benötigt für unsere 70qm knapp zwei Stunden (bei einfachem Reinigungslauf) und muss sich zwischendurch auch wieder aufladen. Das macht er aber von selbst und startet sich dann bei ausreichender Akkuladung selbst. Das Gerät ist relativ laut wie ich finde. Im Homeoffice kann ich mich dabei nicht konzentrieren. Was aber auch in Ordnung ist, denn er kann ja auch laufen, wenn wir mit den Huskies wandern sind. Die Hunde gehen dem Roomba aus dem Weg wenn er unterwegs ist. Ich achte aber schon darauf, dass die beiden nicht im Haus sind, wenn er fährt.

Achtung bei herumliegenden Ladekabeln, der Roomba wickelt diese beim Überfahren schnell in die Rollen ein. Dabei können die weichen Walzen schnell beschädigt werden. (Gilt auch für das Ladekabel vom Braava.) 😉

Fazit Wischroboter Braava

Der iRobot Braava 390t ist flüsterleise und stört somit überhaupt nicht. Wir möchten ihn nicht missen, obwohl er gerade im Herbst schon echt an seine Grenzen kommt. Zumindest in unserem Haushalt. Er wischt bei uns einmal die Woche den Hausflur und zweimal die Woche die Wohnung. Der Roboter verfügt auch über eine ‚Fegen-Funktion‘. Die kommt bei uns nicht zum Einsatz. Wir wischen immer direkt feucht. Beim Braava 390t muss man aufpassen, dass der eingespannte Wischlappen vorne immer gut feucht bleibt. Das funktioniert auch, solange der Wassertank gefüllt ist. Da der Braava aber nicht anzeigt, wenn der Tank leer ist, wischt er trocken weiter. Das ist nicht unbedingt schlimm, weil die Microfasertücher von sich aus bereits gut reinigen, ist aber ggf. nicht ausreichend für den vorliegenden Dreck. Flecken die bereits relativ festsitzen kann der leichte Braava nicht lösen. Er fährt zwar in Wischzügen über den Boden, hat aber dann auch nicht die Kraft diese Flecken zu lösen.

Nochmal zurück zu den Schmutzfangmatten, die ich eingangs gezeigt hatte. Der Braava fährt auf diese Matten und versucht diese ebenfalls zu wischen. Das macht natürlich nicht soviel Sinn und führt dazu, dass der Wassertank sehr schnell leer gezogen wird, weil der Teppich das Wasser schnell aufsaugt. Wir legen die Matten dann einfach weg oder vor die Tür.

Kurz und knapp: Wir kommen gut mit dem Roboter zurecht und möchten ihn nicht missen, wünschen uns aber für eine nächste Generation einen größeren Wassertank, eine App-Steuerung und eine Selbst-Ladefunktion.

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Wir beschreiben die beiden Roboter ‚Roomba‘ und ‚Braava‘ aus dem Hause iRobot und teilen unsere Erfahrungen mit dem Zoo’o ProAnimal Bodenstaubsauger von Bosch. Wir werden von iRobot und Bosch nicht gesponsort. Dies ist also eine unabhängige Rezession zu den aufgeführten Produkten.

Eine Kühlmatte für die Huskies

Als Husky-Besitzer bevorzugt man in der Regel die kälteren Jahreszeiten und vor allem den Schnee. Zumindest geht es uns so. Wir machen auch gerne im Norden (zum Beispiel in Dänemark) Urlaub, weil es dort in der Regel schon mal ein paar Grad kühler ist als in unserem schönen Münsterland.

Aber auch Urlaub will ja finanziert werden und man kann und möchte vielleicht ja auch gar nicht so häufig von zuhause weg. In der Regel bleiben wir im Sommer sowieso zuhause. Auch wir haben ja ab und zu mal heiße Tage. Und auch wenn unsere Huskies wirklich gerne in der Sonne liegen um sich den Bauch zu wärmen, muss man einfach darauf achten, dass sie nicht überhitzen.

Aber wie bekommt man den lieben Schneehund denn nun an so heißen Sommertagen gut durch den Tag?

Wir machen es wie folgt: Zunächst einmal scheren wir unsere Hunde nicht, sie werden regelmäßig ausgebürstet. Dazu habe ich im Artikel Huskies und die Fellpflege  bereits unsere Bürsten und Hilfsmittel vorgestellt. Wir verlegen unsere Gassi-Gänge in die frühen Morgen- und Abendstunden. Kein Canicross / Joggen mit Hund oder Bikejöring / Fahrradfahren mit Hund bei warmen und heißen Temperaturen!

Und dann achten wir darauf, dass sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Das machen wir ganz gerne mit Fleischsaft und Wasser. In der Regel reichern wir damit die Futterration an und geben ggf. mittags noch einen Napf mit dem Fleischsaft. Mit Fleischsaft meine ich einfach das, was beim Füttern von frischem Fleisch natürlicherweise immer mitgeliefert wird. Es geht aber auch mit in Wasser aufgelöstem Nassfutter.

Und dann habe ich im letzten Sommer eine Entdeckung gemacht, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:

Die Kühlmatten eignen sich sehr gut für heiße Tage. Unsere Huskies lieben die Matte. Man sollte sie allerdings nicht unbeaufsichtigt herumliegen lassen und die Hunde damit alleine lassen. Innerhalb der Matte befindet sich ein Gel, welches die Körperwärme vom Tier aufnimmt und speichert. Ältere Hunde könnten ggf. zu schnell auskühlen. Falls ein Hund gerne einmal Dinge anknabbert, würde ich vermeiden wollen, dass er das Gel fressen kann.

Verlässt das Tier die Matte gibt diese die Wärme wieder an die Umgebung ab und ist für den nächsten Einsatz bereit. Sie muss nicht in Wasser ‚aufgeladen‘ werden und benötigt auch keinen Strom. Zusätzlich kann sie leicht zusammengefaltet werden und so zum Beispiel auch toll im Wohnwagen oder Wohnmobil (Camper) verstaut werden. Auch für das Auto eignet sie sich hervorragend.

Wir haben auch schon einmal einen Hundepool gekauft, weil zumindest einer unserer Huskies das Baden und Toben in Wasser liebt. Leider hat dieser nur eine Saison gehalten, obwohl wir ihn im Herbst gründlich gereinigt und trocken gelagert haben. Bei dem Pool ist das Kunstoffgewebe am Boden rissig und bröckelig geworden.

Wir nutzen jetzt diese einfachen blauen Kinderspiel-Sandmuscheln und füllen dort Wasser ein:

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Trennungsangst bei Hunden – so haben wir es geschafft

Wir sind seit 2012 schon mit Fellnasen aus dem Tierschutz gesegnet. Als im Winter 2015 dann unsere Mila bei uns einzog wussten wir nicht, was auf uns zu kam. Das weiß man selten bei Hunden aus dem Tierschutz. Mila ist vom Charakter her sehr scheu und zurückhaltend. Sie beobachtet alle Situationen zunächst aus weiter Entfernung und ist sehr vorsichtig und sparsam mit Annäherungsversuchen. Zugleich sucht sie aber auch die Nähe von Menschen, die sie durch für sie neue oder schwierige Situationen begleiten. Sie ist sehr auf Menschen fixiert, mehr noch als auf andere Hunde. Somit braucht Mila sehr lange und viele Anläufe, bis sie sich an neue Situationen gewöhnt hat. Sie ist sehr schreckhaft bei lauten Geräuschen und benötigt unbedingt eine ruhige und entspannte Atmosphäre um abschalten zu können. Mila ist eine der ersten, die merkt, wenn Unruhe aufzieht. Unbekannte Abläufe bedeuten erst einmal Stress für sie.

So kamen wir irgendwann an den Punkt, an dem sie das alleine bleiben üben musste. Vorweg: Unsere Hunde müssen nie länger als 4 Stunden alleine bleiben. Wir haben das Glück, dass sie in einer Hundepension viele andere Artgenossen um sich herum haben können. Trotzdem kommt immer mal die Situation, dass man seinen Hund / seine Hunde alleine lassen muss. Für Mila war das der pure Stress. Plötzlich war sie alleine. Zwar mit unserer anderen Hündin, aber das half ihr in der Situation nicht. Sie hat in ihrem Stress angefangen an Türen zu kratzen, zu jaulen und sehr viel zu hecheln. Sie ist in der Wohnung umher gelaufen und hat sich alles was sie an Papier und Folie gefunden hat, zu fressen. (Zum Glück nur das, das kann man ja noch wegräumen.) Mila kann Türklinken bedienen – nach innen und nach außen. Wir haben dann alle Türen abgeschlossen, durch die sie nicht wandern sollte. Sie war nur ruhig, wenn sie Menschen um sich hatte.

Wir haben viel ausprobiert. Bis uns dieses Buch empfohlen wurde: Waldi allein zuhaus – Wenn Hunde Trennungsangst haben

Ich habe das Buch inhaliert und in den kommenden, anstrengenden und nervenaufreibenden 6 Monaten mehrfach gelesen. Ich habe es immer dabei gehabt. Das Buch ist wunderbar geschrieben und man erkennt sich als Hundehalter sofort wieder und wird unglaublich gut motiviert auch durchzuhalten. Es ist für solche Hunde immens wichtig, durchzuhalten. In dem Buch ist ein Trainingsplan enthalten, an den wir uns gehalten haben. Teilweise haben wir Lektionen wiederholen müssen, weil wir einige Rückschläge verbuchen mussten. Man muss sehr sehr langsam vorgehen und unbedingt auf den Hund achten. Wie verhält er sich? Ist er ruhig in der aktuellen Situation? Man stellt sich immer wieder die Frage: Wie weit darf ich jetzt gehen? Manchmal waren wir zu schnell, wollten zuviel auf einmal. Dann waren wir wieder am Anfang. Am Anfang heißt: Den Schlüssel nehmen und die Jacke anziehen. Das hat bei ihr schon Stress pur ausgelöst.

Nach einem Jahr hatten wir dann den Dreh raus. Sie hatte es geschafft und war völlig entspannt. In dem Buch gibt es auch Hinweise darauf, wie man sich verhalten sollte, wenn ein Umzug ansteht. Auch diese Hinweise waren wichtig, denn wir zogen dann 1,5 Jahre später um in unser neues Haus. Und wieder war alles auf Anfang. Allerdings haben wir schon damit gerechnet und direkt wieder mit dem Training angefangen. Es hat zwar wieder 6 Monate gedauert, war aber mit deutlich (!) weniger Stress verbunden.

Nun ist sie wieder völlig entspannt, wenn wir das Haus verlassen. Sie kugelt sich ein und schließt die Augen. Ich habe immernoch ein Ritual, wenn ich gehe. Das ist für unsere beiden (und vor allem für Mila) sehr wichtig.

Wir wünschen allen, die diese Herausforderung vor sich haben viel Durchhaltevermögen und Kraft!

Eine Zwischenbilanz nach 3 Jahren des Trainings mit dem Buch

Nun ist unsere ängstliche Fellnase schon drei Jahre bei uns und immer noch üben wir das Alleinebleiben mit dem Buch. Wenn Mila eine längere Zeit (bei ihr sind es 4-6 Wochen) nicht alleine sein ‚durfte‘, fällt sie wieder in ihre alten Muster zurück und kommt schneller in Angst und auch in Panik-Situationen. Man kann sie schneller daraus ‚befreien‘, aber sie ist eben nicht ganz ‚geheilt‘. Aus dem Grund möchte ich gerne noch einmal beschreiben, wie wir nun wieder zurück zu unserem alten Trainingsstand kommen:

Wir nutzen dazu den Kong und für unsere andere Hündin (die kein Problem hat, aber die Übung nicht ‚unterbrechen‘ soll, den folgenden Leckerliball mit Leberwurst.

Nun gehen wir wie folgt vor:

Übung im Idealfall täglich ausführen. Wir kommen aber häufig nur 2-3 mal die Woche dazu. Hinweis: wir trainieren aber auch insgesamt schon länger.
  • Für eine entspannte Situation sorgen. Also einfach aus dem Alltag heraus. Der Hund sollte nicht schon in Angst oder angespannt in die Übung gehen.  Den Kong oder Leckerliball mit Leberwurst füllen, sodass der Hund alles genau sehen kann.
  • Kong oder Ball auslegen und DANN ERST den Reiz auslösen, der für den Hund bedeutet: Frauchen oder Herrchen lässt mich alleine. Bei uns ist das das Klappern mit dem Schlüssel und das Anziehen der Schuhe.
  • Danach den Reiz sofort wieder beenden und den Kong wegnehmen und weglegen (z.B.: direkt ausspülen).

Das war es auch schon. Damit überlagern wir kontinuierlich das böse Gefühl und Geräusch mit einem Leberwurst-Kong. Das kann man wunderbar in den Alltag integrieren. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine gute Vorbereitung und Grundstimmung beim Gehen schon die halbe Miete ist.

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Krallen schneiden beim Hund leicht gemacht

Genau wie das Bürsten, also die Fellpflege, gehört die Pflege der Krallen auch zu den regelmäßig wiederkehrenden Aufgaben eines Hundebesitzers. Hunde die viel laufen oder rennen, wetzen sich die Krallen schon recht gut von ganz alleine ab.

Trotzdem kommt auch dann irgendwann der Zeitpunkt an dem die Krallen gekürzt werden müssen. Vor allem die Daumenkralle und Wolfskralle laufen sich nicht automatisch ab, da sie keinen Bodenkontakt haben.

Bisher habe ich mich immer davor gescheut die Krallen selbst zu schneiden, weil man die Kralle auch schnell verletzen kann, wenn man zu tief „ins Leben“ schneidet. Der Tierarzt hat das sonst immer gemacht. Und auch wenn der Tierarzt wirklich vorsichtig und liebevoll mit seinen Patienten umgeht und auch immer eine große Menge der tollsten Leckerchen parat hat, bedeutete diese Situation immer Stress für die Hunde. Ich weiss, dass man Hunde auf so etwas gut vorbereiten kann, in dem man solche Situationen mit dem Tier übt.

Dennoch bin ich davon überzeugt, dass es auf Dauer für alle angenehmer ist, wenn ich das Schneiden der Krallen zuhause durchführe. Und ich möchte Euch dazu gerne die folgende Krallenschere ans Herz legen:

Sie liegt gut in der Hand, ist scharf, schneidet sauber und hat vor allem einen kleinen Abstandshalter. Es ist einfach die Kralle dort zu platzieren und genau auf eine Länge zu kürzen. Ich lege die Kralle dann gerne in die Zange um sie dann im Licht genau zu betrachten. Ist sie nun schon lang genug, sodass sie in den Abstand der Zange passt, ohne das „Leben“ in Gefahr ist, schneide ich. Wenn nicht, lasse ich sie noch wachsen und kontrolliere später.

Ich habe unsere Hunde langsam auf den Einsatz der Schere vorbereitet. Anfangs habe ich die Zange nur an die Krallen gehalten. Bei jeder Fellpflege, die für unsere Hunde extrem entspannend ist, habe ich die Zange eingebaut. So löst dann auch die Pfotenpflege keinen Stress mehr aus.

Unsere Tipps zur Fellpflege: Huskies und die Fellpflege

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Huskies / Hunde brauchen Aufgaben – das Milch-Taxi

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Wer einen aktiven, fordernden Hund hat der muss sich im Alltag schon etwas einfallen lassen um diesen dann auch artgerecht auslasten zu können. Beschäftige und ausgelastet Hunde befolgen dann eher die Regel im Haus (bzw. in der Familie) als Hunde, die eben nicht ausgelastet sind. Der Umgang wird deutlich einfacher, wenn man den Hunden einfach das bietet, was sie benötigen.

Wie stolz unsere Huskies dann auf einmal sind, wenn sie eine aufgetragene Aufgabe erfüllt haben. Man sieht ihnen die Freude dann förmlich an. Und ein positiver Nebeneffekt ist, dass sie diese Aufgabe dann ganz ohne extra Belohnung dann immer besser meistern, wenn sie Lust haben. 😉 Zum Beispiel hat Sheeba gelernt Mila im Garten zu finden, wenn diese einmal alleine draußen ist. Sie läuft dann immer zwischen uns und ihr hin und her. Anders herum klappt das allerdings nicht. Mila hat den Sinn noch nicht entdeckt und findet Hasenspuren einfach spannender.

Sheeba kann außerdem Dinge aufheben und hinterher tragen – gut bisher nur ihr Spielzeug – und nur, wenn sie wirklich in Spiellaune ist. Manchmal ist sie dann auch einfach typisch Husky und tut so als wäre sie taub. Huskies sind einfach keine Servicehunde. 🙂 Sollen sie ja auch nicht sein.

Aber hier haben wir nun eine Aufgabe gefunden, die für Huskies und andere lauffreudige Hunde wie gemacht ist:

Wir fahren mit dem Fahrrad und unserer Jöring-Leine am Rad zum 3 km entfernten Bauernhof um dort unsere Milch zu holen. Sheeba kann mich dann ziehen und bekommt beim Ziel dann noch etwas von der Milch ab zur Belohnung. Nur ganz wenig – weil sie es so liebt und dann geht es wieder zurück. So haben alle etwas davon: Sie kann ziehen, ich kann einkaufen und wir beiden haben zusammen etwas erlebt – was die Bindung stärkt.

So kann man, zumindest in den kühleren Monaten, tolle Momente erleben und gleichzeitig Aufgaben des Alltags erledigen.