Eine Kühlmatte für die Huskies

Als Husky-Besitzer bevorzugt man in der Regel die kälteren Jahreszeiten und vor allem den Schnee. Zumindest geht es uns so. Wir machen auch gerne im Norden (zum Beispiel in Dänemark) Urlaub, weil es dort in der Regel schon mal ein paar Grad kühler ist als in unserem schönen Münsterland.

Aber auch Urlaub will ja finanziert werden und man kann und möchte vielleicht ja auch gar nicht so häufig von zuhause weg. In der Regel bleiben wir im Sommer sowieso zuhause. Auch wir haben ja ab und zu mal heiße Tage. Und auch wenn unsere Huskies wirklich gerne in der Sonne liegen um sich den Bauch zu wärmen, muss man einfach darauf achten, dass sie nicht überhitzen.

Aber wie bekommt man den lieben Schneehund denn nun an so heißen Sommertagen gut durch den Tag?

Wir machen es wie folgt: Zunächst einmal scheren wir unsere Hunde nicht, sie werden regelmäßig ausgebürstet. Dazu habe ich im Artikel Huskies und die Fellpflege  bereits unsere Bürsten und Hilfsmittel vorgestellt. Wir verlegen unsere Gassi-Gänge in die frühen Morgen- und Abendstunden. Kein Canicross / Joggen mit Hund oder Bikejöring / Fahrradfahren mit Hund bei warmen und heißen Temperaturen!

Und dann achten wir darauf, dass sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Das machen wir ganz gerne mit Fleischsaft und Wasser. In der Regel reichern wir damit die Futterration an und geben ggf. mittags noch einen Napf mit dem Fleischsaft. Mit Fleischsaft meine ich einfach das, was beim Füttern von frischem Fleisch natürlicherweise immer mitgeliefert wird. Es geht aber auch mit in Wasser aufgelöstem Nassfutter.

Und dann habe ich im letzten Sommer eine Entdeckung gemacht, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:

Die Kühlmatten eignen sich sehr gut für heiße Tage. Unsere Huskies lieben die Matte. Man sollte sie allerdings nicht unbeaufsichtigt herumliegen lassen und die Hunde damit alleine lassen. Innerhalb der Matte befindet sich ein Gel, welches die Körperwärme vom Tier aufnimmt und speichert. Ältere Hunde könnten ggf. zu schnell auskühlen. Falls ein Hund gerne einmal Dinge anknabbert, würde ich vermeiden wollen, dass er das Gel fressen kann.

Verlässt das Tier die Matte gibt diese die Wärme wieder an die Umgebung ab und ist für den nächsten Einsatz bereit. Sie muss nicht in Wasser ‚aufgeladen‘ werden und benötigt auch keinen Strom. Zusätzlich kann sie leicht zusammengefaltet werden und so zum Beispiel auch toll im Wohnwagen oder Wohnmobil (Camper) verstaut werden. Auch für das Auto eignet sie sich hervorragend.

Wir haben auch schon einmal einen Hundepool gekauft, weil zumindest einer unserer Huskies das Baden und Toben in Wasser liebt. Leider hat dieser nur eine Saison gehalten, obwohl wir ihn im Herbst gründlich gereinigt und trocken gelagert haben. Bei dem Pool ist das Kunstoffgewebe am Boden rissig und bröckelig geworden.

Wir nutzen jetzt diese einfachen blauen Kinderspiel-Sandmuscheln und füllen dort Wasser ein:

Dieser Beitrag enthält Produkt-Empfehlungen mit Affiliate Links des Amazon Partnerprogramms und ist deswegen als „Werbung“ gekennzeichnet.

Trennungsangst bei Hunden – so haben wir es geschafft

Wir sind seit 2012 schon mit Fellnasen aus dem Tierschutz gesegnet. Als im Winter 2015 dann unsere Mila bei uns einzog wussten wir nicht, was auf uns zu kam. Das weiß man selten bei Hunden aus dem Tierschutz. Mila ist vom Charakter her sehr scheu und zurückhaltend. Sie beobachtet alle Situationen zunächst aus weiter Entfernung und ist sehr vorsichtig und sparsam mit Annäherungsversuchen. Zugleich sucht sie aber auch die Nähe von Menschen, die sie durch für sie neue oder schwierige Situationen begleiten. Sie ist sehr auf Menschen fixiert, mehr noch als auf andere Hunde. Somit braucht Mila sehr lange und viele Anläufe, bis sie sich an neue Situationen gewöhnt hat. Sie ist sehr schreckhaft bei lauten Geräuschen und benötigt unbedingt eine ruhige und entspannte Atmosphäre um abschalten zu können. Mila ist eine der ersten, die merkt, wenn Unruhe aufzieht. Unbekannte Abläufe bedeuten erst einmal Stress für sie.

So kamen wir irgendwann an den Punkt, an dem sie das alleine bleiben üben musste. Vorweg: Unsere Hunde müssen nie länger als 4 Stunden alleine bleiben. Wir haben das Glück, dass sie in einer Hundepension viele andere Artgenossen um sich herum haben können. Trotzdem kommt immer mal die Situation, dass man seinen Hund / seine Hunde alleine lassen muss. Für Mila war das der pure Stress. Plötzlich war sie alleine. Zwar mit unserer anderen Hündin, aber das half ihr in der Situation nicht. Sie hat in ihrem Stress angefangen an Türen zu kratzen, zu jaulen und sehr viel zu hecheln. Sie ist in der Wohnung umher gelaufen und hat sich alles was sie an Papier und Folie gefunden hat, zu fressen. (Zum Glück nur das, das kann man ja noch wegräumen.) Mila kann Türklinken bedienen – nach innen und nach außen. Wir haben dann alle Türen abgeschlossen, durch die sie nicht wandern sollte. Sie war nur ruhig, wenn sie Menschen um sich hatte.

Wir haben viel ausprobiert. Bis uns dieses Buch empfohlen wurde: Waldi allein zuhaus – Wenn Hunde Trennungsangst haben

Ich habe das Buch inhaliert und in den kommenden, anstrengenden und nervenaufreibenden 6 Monaten mehrfach gelesen. Ich habe es immer dabei gehabt. Das Buch ist wunderbar geschrieben und man erkennt sich als Hundehalter sofort wieder und wird unglaublich gut motiviert auch durchzuhalten. Es ist für solche Hunde immens wichtig, durchzuhalten. In dem Buch ist ein Trainingsplan enthalten, an den wir uns gehalten haben. Teilweise haben wir Lektionen wiederholen müssen, weil wir einige Rückschläge verbuchen mussten. Man muss sehr sehr langsam vorgehen und unbedingt auf den Hund achten. Wie verhält er sich? Ist er ruhig in der aktuellen Situation? Man stellt sich immer wieder die Frage: Wie weit darf ich jetzt gehen? Manchmal waren wir zu schnell, wollten zuviel auf einmal. Dann waren wir wieder am Anfang. Am Anfang heißt: Den Schlüssel nehmen und die Jacke anziehen. Das hat bei ihr schon Stress pur ausgelöst.

Nach einem Jahr hatten wir dann den Dreh raus. Sie hatte es geschafft und war völlig entspannt. In dem Buch gibt es auch Hinweise darauf, wie man sich verhalten sollte, wenn ein Umzug ansteht. Auch diese Hinweise waren wichtig, denn wir zogen dann 1,5 Jahre später um in unser neues Haus. Und wieder war alles auf Anfang. Allerdings haben wir schon damit gerechnet und direkt wieder mit dem Training angefangen. Es hat zwar wieder 6 Monate gedauert, war aber mit deutlich (!) weniger Stress verbunden.

Nun ist sie wieder völlig entspannt, wenn wir das Haus verlassen. Sie kugelt sich ein und schließt die Augen. Ich habe immernoch ein Ritual, wenn ich gehe. Das ist für unsere beiden (und vor allem für Mila) sehr wichtig.

Wir wünschen allen, die diese Herausforderung vor sich haben viel Durchhaltevermögen und Kraft!

Eine Zwischenbilanz nach 3 Jahren des Trainings mit dem Buch

Nun ist unsere ängstliche Fellnase schon drei Jahre bei uns und immer noch üben wir das Alleinebleiben mit dem Buch. Wenn Mila eine längere Zeit (bei ihr sind es 4-6 Wochen) nicht alleine sein ‚durfte‘, fällt sie wieder in ihre alten Muster zurück und kommt schneller in Angst und auch in Panik-Situationen. Man kann sie schneller daraus ‚befreien‘, aber sie ist eben nicht ganz ‚geheilt‘. Aus dem Grund möchte ich gerne noch einmal beschreiben, wie wir nun wieder zurück zu unserem alten Trainingsstand kommen:

Wir nutzen dazu den Kong und für unsere andere Hündin (die kein Problem hat, aber die Übung nicht ‚unterbrechen‘ soll, den folgenden Leckerliball mit Leberwurst.

Nun gehen wir wie folgt vor:

Übung im Idealfall täglich ausführen. Wir kommen aber häufig nur 2-3 mal die Woche dazu. Hinweis: wir trainieren aber auch insgesamt schon länger.
  • Für eine entspannte Situation sorgen. Also einfach aus dem Alltag heraus. Der Hund sollte nicht schon in Angst oder angespannt in die Übung gehen.  Den Kong oder Leckerliball mit Leberwurst füllen, sodass der Hund alles genau sehen kann.
  • Kong oder Ball auslegen und DANN ERST den Reiz auslösen, der für den Hund bedeutet: Frauchen oder Herrchen lässt mich alleine. Bei uns ist das das Klappern mit dem Schlüssel und das Anziehen der Schuhe.
  • Danach den Reiz sofort wieder beenden und den Kong wegnehmen und weglegen (z.B.: direkt ausspülen).

Das war es auch schon. Damit überlagern wir kontinuierlich das böse Gefühl und Geräusch mit einem Leberwurst-Kong. Das kann man wunderbar in den Alltag integrieren. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine gute Vorbereitung und Grundstimmung beim Gehen schon die halbe Miete ist.

Dieser Beitrag enthält Produkt-Empfehlungen mit Affiliate Links des Amazon Partnerprogramms und ist deswegen als „Werbung“ gekennzeichnet.

Krallen schneiden beim Hund leicht gemacht

Genau wie das Bürsten, also die Fellpflege, gehört die Pflege der Krallen auch zu den regelmäßig wiederkehrenden Aufgaben eines Hundebesitzers. Hunde die viel laufen oder rennen, wetzen sich die Krallen schon recht gut von ganz alleine ab.

Trotzdem kommt auch dann irgendwann der Zeitpunkt an dem die Krallen gekürzt werden müssen. Vor allem die Daumenkralle und Wolfskralle laufen sich nicht automatisch ab, da sie keinen Bodenkontakt haben.

Bisher habe ich mich immer davor gescheut die Krallen selbst zu schneiden, weil man die Kralle auch schnell verletzen kann, wenn man zu tief „ins Leben“ schneidet. Der Tierarzt hat das sonst immer gemacht. Und auch wenn der Tierarzt wirklich vorsichtig und liebevoll mit seinen Patienten umgeht und auch immer eine große Menge der tollsten Leckerchen parat hat, bedeutete diese Situation immer Stress für die Hunde. Ich weiss, dass man Hunde auf so etwas gut vorbereiten kann, in dem man solche Situationen mit dem Tier übt.

Dennoch bin ich davon überzeugt, dass es auf Dauer für alle angenehmer ist, wenn ich das Schneiden der Krallen zuhause durchführe. Und ich möchte Euch dazu gerne die folgende Krallenschere ans Herz legen:

Sie liegt gut in der Hand, ist scharf, schneidet sauber und hat vor allem einen kleinen Abstandshalter. Es ist einfach die Kralle dort zu platzieren und genau auf eine Länge zu kürzen. Ich lege die Kralle dann gerne in die Zange um sie dann im Licht genau zu betrachten. Ist sie nun schon lang genug, sodass sie in den Abstand der Zange passt, ohne das „Leben“ in Gefahr ist, schneide ich. Wenn nicht, lasse ich sie noch wachsen und kontrolliere später.

Ich habe unsere Hunde langsam auf den Einsatz der Schere vorbereitet. Anfangs habe ich die Zange nur an die Krallen gehalten. Bei jeder Fellpflege, die für unsere Hunde extrem entspannend ist, habe ich die Zange eingebaut. So löst dann auch die Pfotenpflege keinen Stress mehr aus.

Unsere Tipps zur Fellpflege: Huskies und die Fellpflege

Dieser Beitrag enthält Produkt-Empfehlungen mit Affiliate Links des Amazon Partnerprogramms und ist deswegen als „Werbung“ gekennzeichnet.

Huskies / Hunde brauchen Aufgaben – das Milch-Taxi

01578be0cf1a6c39861b0dccc89d84b7487a43a8ce
015846bc805e6b8eeb266c1370f574befa4807d1db
0166b776a86c8e08869f921d3581c5160172692c82

Wer einen aktiven, fordernden Hund hat der muss sich im Alltag schon etwas einfallen lassen um diesen dann auch artgerecht auslasten zu können. Beschäftige und ausgelastet Hunde befolgen dann eher die Regel im Haus (bzw. in der Familie) als Hunde, die eben nicht ausgelastet sind. Der Umgang wird deutlich einfacher, wenn man den Hunden einfach das bietet, was sie benötigen.

Wie stolz unsere Huskies dann auf einmal sind, wenn sie eine aufgetragene Aufgabe erfüllt haben. Man sieht ihnen die Freude dann förmlich an. Und ein positiver Nebeneffekt ist, dass sie diese Aufgabe dann ganz ohne extra Belohnung dann immer besser meistern, wenn sie Lust haben. 😉 Zum Beispiel hat Sheeba gelernt Mila im Garten zu finden, wenn diese einmal alleine draußen ist. Sie läuft dann immer zwischen uns und ihr hin und her. Anders herum klappt das allerdings nicht. Mila hat den Sinn noch nicht entdeckt und findet Hasenspuren einfach spannender.

Sheeba kann außerdem Dinge aufheben und hinterher tragen – gut bisher nur ihr Spielzeug – und nur, wenn sie wirklich in Spiellaune ist. Manchmal ist sie dann auch einfach typisch Husky und tut so als wäre sie taub. Huskies sind einfach keine Servicehunde. 🙂 Sollen sie ja auch nicht sein.

Aber hier haben wir nun eine Aufgabe gefunden, die für Huskies und andere lauffreudige Hunde wie gemacht ist:

Wir fahren mit dem Fahrrad und unserer Jöring-Leine am Rad zum 3 km entfernten Bauernhof um dort unsere Milch zu holen. Sheeba kann mich dann ziehen und bekommt beim Ziel dann noch etwas von der Milch ab zur Belohnung. Nur ganz wenig – weil sie es so liebt und dann geht es wieder zurück. So haben alle etwas davon: Sie kann ziehen, ich kann einkaufen und wir beiden haben zusammen etwas erlebt – was die Bindung stärkt.

So kann man, zumindest in den kühleren Monaten, tolle Momente erleben und gleichzeitig Aufgaben des Alltags erledigen.

Erfahrungsbericht: Icebugs Trail- / Canicross-Schuhe

img_1907Gute Schuhe zu finden ist gar nicht so einfach. Vor allem, wenn man Canicross oder Trail-Running betreibt. Die Ansprüche, die beim Canicross an den Schuh gestellt werden, sind vielfältig. Ich laufe mit meinen Hunden ausschließlich im Herbst und Winter. Das bedeutet, dass die Straßen häufig nass und vor allem rutschig sind. Entweder rutschig von den Blättern, oder eben von Schnee und Eis. Es kommt nicht selten vor, dass meine Laufroute durch einen Wald führt, der neben Pfützen auch einige Schlammwege bereit hält.

Und unter uns: Das macht ja gerade den Spaß beim Canicross aus, oder? Dass man völlig schlammig und ausgepowert mit seinem Hund / seinen Hunden durch den Trail rast um im Anschluß absolut zufrieden sagen zu können: Und jetzt auf die Couch!! 🙂

 

Was ist Canicross? Ich möchte hier auf die tolle Seite: www.laufhundesport.org verweisen, die alles perfekt erklärt.

Jetzt aber zu meinen Erfahrungen mit meinen Icebug-Schuhen. Es stimmt wirklich. Alles was der Hersteller zu seinen Schuhen schreibt, passt:

„(…) Für Läufer, die sich an Swimruns und Hindernisläufe heranwagen oder einfach gern abgelegene Wege beschreiten. (…) Es ist so leicht und geschmeidig, dass es sich anfühlt, als liefe man barfuß – sogar bei Nässe. Denn der Schuh nimmt kaum Wasser auf. Dazu ist der Ablauf herausragend, weshalb das Nass- beinahe so niedrig ist wie das Trockengewicht. Die sehr biegsame Mittelsohle hält das Gewicht gering. (…)“
Quelle: http://de-shop.icebug.com/springa/acceleritas5-w-rb9x

Der Schuh ist federleicht und hat eine extrem ausgeklügelte Sohle. Ich bin damit durch Schlammpfützen gelaufen, über Stock, Stein und durch 10cm tiefe Wasserpfützen. Und trotz des Zuges durch meinen Hund am Canicross-Gürtel, hatte ich immer einen sicheren Halt und ein gutes Gefühl. Man kann damit sowohl auf Asphalt, als auch im Gelände laufen. Der Hersteller bietet zu den Schuhen passende Gamaschen an, die verhinden sollen, dass kleine Stöckchen oder Steinchen beim Laufen in den Schuh gelangen. Außerdem halten sie Wasser und Schnee vom Fuß fern. Das mindert das Verletzungsrisiko und steht für die aktuelle Zughundesport-Saison auf meinem Wunschzettel. 🙂

Ich bin durch die Zeitschrift „dog & sport“ auf diese Marke gestoßen. Das war in 2015, als ich mit dem Canicross mit unserer Hündin begann. Seitdem bin ich ein Fan dieser Marke. Mittlerweile habe ich auch ein Rennen / ein Lauf-Event damit absolviert. Ich trainiere damit auch sehr gerne auf dem Laufband, weil der Schuh so schön leicht ist. Es fühlt sich einfach gut an, fast wie auf Socken.