Huskies und die Fellpflege

Als Husky-Besitzer wird man häufig gefragt, wie das denn mit dem Fellwechsel und der Haarmenge bei unseren Tieren ist. Wie funktioniert das eigentlich im Alltag? Kurzum wird uns häufig die folgende Frage gestellt:

Haaren Huskies wirklich so stark?

Die Antwort ist: ja! Huskies haaren 365 Tage im Jahr. Und in zwei Phasen des Jahres (Frühjahr und Herbst) ganz besonders. 🙂 Unsere Ersthündin kommt aus einer wunderbaren Rudelhaltung – aus dem Huskyland (www.huskyland.de). Dort lebte sie mit ihren Artgenossen auf einer Pflegestelle, bis wir sie adoptierten und sie somit zu uns in die Wohnung zog. Es dauerte so rund ein Jahr, bis sie ihr üppiges Unterwoll-Kleid gegen eine etwas luftigere Variante eintauschte. Seither bürsten wir sie mindestens einmal in der Woche, genau wie unsere zweite Husky-Hündin.

Husky-WolleDas häufige Bürsten in jeder Woche des Jahres ist notwendig, damit die überflüssige Unterwolle, die sich im Herbst bildet, zum Sommer hin möglichst schnell verschwindet. Unsere Hunde lassen sich in dieser Zeit besonders gerne bürsten, da das dichte Fell schnell anfängt zu jucken und sich dann auch trockene Haustellen bilden können. Da man mit einem und vor allem mit zwei Huskies eigentlich permanent staubsaugen könnte, kann man durch ein häufiges Bürsten der Hunde größere Fellknäule im Haus verhindern.

Mit der Zeit überlegt man sich im Haushalt einige Tricks. Zum Beispiel werden die Hundekörbchen mit dünnen Decken (zum Beispiel von IKEA) ausgelegt. Diese können dann einfach in die Waschmaschine gesteckt werden, ohne dass das Körbchen ständig gesaugt und von den hartnäckigen, unterschiedlich langen, Haaren befreit werden muss. Außerdem steigt der Konsum an Fusselbürsten und deren Nachfüllaufsätze rapide an.

Die Waschmaschine muss von Zeit zu Zeit durchaus ausgekocht (Waschgang 90°C) werden, damit man dort überhaupt Herr der Lage bleibt und das Fell (sei es nun gewaschen oder nicht) von der Kleidung fernzuhalten. Wir überlegen uns sogar eine zweite Waschmaschine zuzulegen. Bei zwei Huskies macht das durchaus Sinn.

Wir haben seit Anfang 2018 auch einen Wisch- und einen Saugroboter im Einsatz. Unsere Erfahrungen und Tipps findet Ihr hier: Staubsaugerrobotor Roomba und Wischroboter Braava im Husky-Haushalt

Auf dem Bild sieht man auch, dass wir sehr gerne draußen bürsten. Das freut nicht nur die Hunde, wenn sie im kühlen Gras liegen dürfen, sondern auch die Vögel, die sich mit der ganzen Wolle ihre Nester schön warm und kuschelig ausbauen. Und man kann sich das Aufsammeln der Wolle ersparen. 🙂 Sehr nett von den Vögeln.

Damit das Bürsten für Hund und Halter nicht in Stress und Anspannung ausartet, wollen wir hier einmal die verschiedenen Bürsten vorstellen, mit der wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben.

Unsere Wunderwaffe gegen Unterwolle

Hiermit verschafft man sich einige Tage Ruhe in Sachen Fellverlust.

Diese Bürsten von Trixie sind uns erst im letzten Frühjahr aufgefallen. Und was soll ich sagen? Ich habe direkt eine zweite Bürste gekauft. Diese Bürsten sind recht weich und können ganze Büschel der Unterwolle entfernen. Natürlich erst dann, wenn die Büschel sich schon gelöst haben und noch im Deckhaar festhängen. Gerade für den Bereich der Hinterbeine ist dieses Bürste absolut gut geeignet. Wir verwenden sie in den zwei genannten Größen. Die kleine Bürste für den Halsbereich und die Beine und die große für Rücken und Hinterläufe.

Der Furminator – auch bei uns im Einsatz

Der Furminator ist recht teuer in der Anschaffung, funktioniert aber für die Entfernung der Unterwolle auch hervorragend. Man erreicht damit die Unterwolle, die die Softbürste von Trixie (siehe oben) nicht erreicht. Die Zinken der Bürste liegen hier sehr nah aneinander, sodass wirklich alle Reste der Unterwolle entfernt werden können.

Im Grunde bürsten wir zunächst mit der oben genannten Softbürste von Trixie und danach mit dem Furminator.

Noch ein paar Hinweise und Ideen zum Furminator: Wir nutzen ihn jetzt seit 2012 regelmäßig. Und er ist absolut unverzichtbar, wenn wir in den Urlaub fahren. Denn gerade da möchte man natürlich nicht, dass überall die Haare hängen bleiben oder herumfliegen.
Außerdem noch ein Tipp: Der Furminator eignet sich hervorrand zum Ausbürsten von kurzflorigen Teppichböden, Fußmatten oder dem Kofferaumbezug!! Ich habe, wie vermutlich viele Autobesitzer so einen kurzflorigen, ‚Teppich‘ in meinem Kofferaum und auch im Fußraum. Dieser lässt sich wunderbar mit dem Furminator reinigen. Aber vorsicht – die Zinken sind scharf und können schnell auch mal Stoffe zerstören. Bitte prüft das ganz vorsichtig an einer Ecke. Ich kann an dieser Stelle keine Haftung oder Verantwortungen für ggf. zerstörte Gegenstände übernehmen. Aber den Tipp wollte ich Euch nicht vorenthalten. Man ist deutlich schneller mit der Bürste als mit dem Staubsauger – sei der Aufsatz noch so gut für Haare geeignet. Bei einigen Stoffen eignet sich auch der Striegel von Furminator hervorragend zur Reinigung. Ich nutze beide im Wechsel.

Das Deckhaar und der Super-Striegel

Das Deckhaar ist ganz ander beschaffen, als die Unterwolle. Das Deckhaar ist deutlich breiter und länger und nicht so fein und gewellt wie die Unterwolle. Daher benötigt man hier auch eine andere Bürste. Wir verwenden hier den folgenden Striegel von FURminator:

Dieser funktioniert für unsere Hündin Sheeba super, da sie festes, recht langes, raues Deckhaar hat, während unsere Hündin Mila das für Huskies typische weiche ‚Plüschfell‘ hat. Dort funktioniert der Striegel auch, aber lange nicht so gut, wie bei Sheeba. Sheebas Fell ähnelt da sehr stark einem Schäferhund.

Für den perfekten Glanz und eine gesunde Haut…

… verwenden wir eine Bürste mit Wildschweinborsten. Leider ist diese bei Amazon nicht mehr verfübar. Die Borsten sind fest und liegen recht nah aneinander. Unsere Hunde lieben das Bürsten mit dieser Bürste, die zudem noch gut in der Hand liegt. Sobald die Unterwolle aus dem Fell entfernt ist, massiert diese Bürste die Haut sehr schön. Das Fell wirkt glänzend und nicht mehr so struppig.

Der Fell-Entwirrer und -Entfilzer

Eine ganz neue Entdeckung ist der Fell-Entwirrer von Trixie. Mila hat sehr weiches und feines Fell. Da klappt es wunderbar!

Und für Ihre verfilzten Partien an den Hinterläufen und am Bauch habe ich dieses tolle Gerät entdeckt:

BARF beeinflusst das Fell

Zumindest haben wir die Erfahrung nach bisher sechs Monaten der Rohfleisch-Fütterung gemacht. Das Fell glänzt wieder und ist schön weich geworden. Bei beiden Hunden bildet sich auch kaum (gar kein?) Zahnstein mehr. Wir beobachten das weiter und werden an dieser Stelle berichten.

Garn aus Hunde-Unterwolle spinnen lassen

Das geht bei der Hunde-Wollmanufaktur (https://www.hundewoll-manufaktur.de/ihre-hundewolle/). Daraus lassen sich dann eigene Handschuhe, Socken oder Mützen stricken. Der Kreativität sind dann keine Grenzen gesetzt.

Kurze Info zum Datenschutz: Dieser Beitrag enthält Produkt-Empfehlungen mit Affiliate Links des Amazon Partnerprogramms und ist deswegen als „Werbung“ gekennzeichnet.